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Lhotzky und Partner Hydrostatische Linienvermessung

Hydrostatische Linienvermessung – auf setzungsempfindlichen Baugründen

Das Messprinzip der hydrostatischen Linienvermessung dient der Erfassung aller Arten von ober- und unterirdischen Profilen und ihren – durch Umgebungseinflüsse bedingten – zeitlichen Variationen der Höhenlage.

Das Messverfahren ermöglicht eine detaillierte Zeit-Setzungsüberwachung über einen vorher definierten Zeitraum – auch für kleinräumige Setzungen.


Ihre Ansprechpartner

Georg Friedl
Tel.­ 0531 23 77 94-81
friedl@lhotzky-partner.de

Philipp Kroj
Tel. 0531 23 77 94-19
kroj@lhotzky-partner.de

Nutzen

Im Unterschied zu anderen Messsystemen basiert die hydrostatische Linienvermessung auf der diskontinuierlichen Messung des hydrostatischen Drucks zwischen vordefinierten, äquidistanten Punkten in einem installierten Messschlauch und einem Referenzniveau. Die Vorteile:

  • vollautomatisches System im Ein-Mann-Betrieb
  • Messschlauch mit geringem Durchmesser (20 mm) und großer Messlänge (500 m) bei beliebigem Messprofilverlauf
  • simultane Messung mit mehreren Geräten durch nur einem Messingenieur
  • minimale Personalkosten
  • Messauflösung 0,001 m, Messunsicherheit  <0,01 m

Anwendungen

  • Setzungsüberwachung von Bauwerken aller Art
    (Brücken, Tunnel, Ver- und Entsorgungsleitungen, Dämme, Straßen, Gebäude, Drainagesysteme)
  • Deformationsuntersuchungen
  • Setzungsüberwachung an der Deponiebasis oder Abdeckung
  • Setzungsprognosen für Hausmülldeponien
  • Überwachung des Setzungsverlaufs bei Vorballastierungen
  • Setzungsüberwachung an Offshore-Bauwerken
  • Ermittlung der Höhenlage von Rohrleitungen

Sonder- und Spezialanwendungen

  • Setzungspegel
  • Erdfallwarn-Systeme
  • Flussschlauch-Profile
  • Porenwasserdruck

Typische Anwendungsbereiche

Hochbau / Tiefbau / Straßenbau

  • Dammschüttungen
  • Brückenwiderlager u. Fundamentplatten
  • Fahrbahnen und Gleisstrecken

Wasserbau

Deiche und Dämme

Dredging

Talsperren

Unterwassersteinschüttungen

Massenabrechnung

Rohrleitungsbau / Kanalbau

Pipelines und Gasleitungen

Abwasserkanäle

Dränagerohre

Düker

Deponien

Basisabdichtungen

Zwischenabdichtungen

Oberflächenabdichtungen

Sickerwasserdränagen

Tagebau / Bergbau

Bauvorhaben auf Abraumhalden

Messungen an der Kippenaufstandsfläche

Test von Kipp-Profilen

Monitoring von Bergschäden

Tunnelbau

Monitoring von Setzungsauswirkungen über der Vortriebsstrecke

Technische Details des Messverfahrens

Die technische und elektronische Ausrüstung der Messeinrichtung ist komplett in einem kompakten, transportablen Alukoffer untergebracht. Sie wird an das Ende der Messstrecke angeschlossen. Der gesamte Messvorgang wird, einmal installiert, vollautomatisch durchgeführt.

Eigenschaften des Setzungsmessrohres

Zum Einsatz kommt ein speziell entwickeltes Messsystem mit mehreren innenliegenden Leitungen, das entlang des Pofils verlegt wird.

Die PE-ummantelte Messsystemleitung (Durchmesser 20 mm) ist über Entfernungen bis 500 Meter in wechselnde Richtungen dreidimensional verlegbar.

Temperaturveränderungen

Sind entlang des Messprofiles deutliche Temperaturänderungen zu erwarten, so empfiehlt es sich, auch den Temperaturverlauf entlang der Messstrecke zu erfassen, um temperaturabhängige Dichteänderungen des Wassers kompensieren zu können.

Messschlauch-Befüllung

Das gesamte Messsystem wird mit entgastem Wasser befüllt und dann automatisch in vorwählbaren Teilstrecken (Inkrementen, typischerweise 25 cm) wieder aus dem Messschlauch herausgepumpt.

Ist ein Inkrement geleert, wird mit einem Druckaufnehmer die hydrostatische Druckhöhe zwischen dem momentanen Messpunkt und dem Bezugsniveau gemessen. Die Druckhöhe sowie die jeweils aktuellen Werte der Temperatur-Messsonden werden in einem Datenlogger digital gespeichert.

Nach Abschluss der Messung ist der Messschlauch komplett entleert und bereit für den nächsten Messtermin.

Datenerfassung

Es erfolgt eine vollautomatische periodische Ermittlung der Höhenlage des Messsystemkabels in vorwählbaren Abständen (definierte äquidistante Punkte z.B. alle 10 oder 25 cm).

Dabei ist auch eine zeitgleiche, automatische Datenerfassung an mehreren Messlinien möglich.

Lhotzky und Partner - Auswertungsbeispiel Hydrostatische Linienvermessung

Auswertungsbeispiel Hydrostatische Linienvermessung

Referenz-Projekte

Lhotzky und Partner Bauwerksmonitoring: Installation des Messsystemschlauchs in engen Schlaufen um ein mögliches Kippen oder ungleichförmige Setzungen der Gasmessstation zu erfassen. Zusätzliche Installation des Temperaturmessleerrohr